Lilit Grigoryan & David Petersen
Biographie Lilit Grigoryan & David Petersen
David Petersen
erhielt mit acht Jahren ersten Klavierunterricht. Das Fagottstudium absolvierte er an der Spezialschule für Musik Dresden, danach an den Musikhochschulen Dresden, Berlin und Hannover bei Bernhard Rose, Holger Straube und Klaus Thunemann. Seit 1992 ist er 1. Solofagottist im Gewandhausorchester Leipzig.
Der Fagottist ist Gründungsmitglied des Gewandhaus Oktetts, mit dem er seitdem in Deutschland, Spanien, Österreich, Japan sowie in Taiwan gastierte.
Seit Sommer 2009 ist er Mitglied im Bayreuther Festspielorchester.
Als gefragter Kammermusikpartner und Solist gastierte er bei verschiedenen Festivals in Europa, Japan, Taiwan und den USA mit verschiedensten Partnern und Orchestern wie dem Gewandhausorchester Leipzig, der Camerata Salzburg, dem Leipziger Kammerorchester und dem Deutschen Sinfonieorchester unter Dirigenten wie H. Blomstedt, R. Norrington und M. Schuldt-Jensen.
Neben einer Solo-CD mit Fagottkonzerten von A. Jolivet und W. A. Mozart liegt eine Aufnahme mit dem LeitzingerBassoonQuartet (querstand) vor.
David Petersen leitet seit 2002 Fagottklassen an den Hochschulen Frankfurt und Mainz und ist Abteilungsleiter der Holzbläser sowie seit 2021 als Professor für Fagott an der hmt Rostock angestellt.
Er ist außerdem Fagottlehrer am Musikgymnasium "Latina" in Halle/S und gibt regelmäßig Kurse in Deutschland, Japan, Taiwan, den USA und Finnland.
Lilit Grigoryan
Die Pianistin Lilit Grigoryan hat sich in den letzten Jahren als feste Größe in der europäischen Musiklandschaft etabliert. Maria João Pires beschreibt sie als Musikerin mit außergewöhnlicher Ausdruckskraft und einer klaren, entschiedenen musikalischen Sprache. Die internationale Presse lobt ihre Interpretationen als über ihre Jahre hinausgereift (BBC Music Magazine) und feiert sie als Lichtblick im Feld austauschbarer Pianistik (MDR Kultur).
Das Jahr 2025 markierte einen besonderen Meilenstein in ihrer Karriere: Mit Sonata Facile erschien im Februar ihr Solo-Debütalbum bei Berlin Classics und begründete den Beginn einer exklusiven Zusammenarbeit. Die von der internationalen Presse hochgelobte Aufnahme widmet sich vermeintlich „leichten“ Sonaten und Sonatinen von Mozart, Ravel, Beethoven und Medtner, die sich als technisch anspruchsvoll und musikalisch tiefgründig erweisen. Sonata Facilewurde zudem zum Album der Woche bei rbb Radio 3 gekürt. Im Februar 2026 erscheint ein neues Album bei Berlin Classics: eine kammermusikalische Einspielung gemeinsam mit dem Fagottisten David Petersen. Dieses musikalische Statement lässt die romantische Musiktradition Leipzigs in neuer Klangfarbe erstrahlen. Das Programm vereint drei herausragende Werke von Schumann, Mendelssohn und Moscheles, die in dieser Besetzung selten oder erstmals zu hören sind. Eine weitere solistische Aufnahme ist bereits in Planung und wird im April in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur in Köln realisiert.
Bereits 2024 setzte sie wichtige künstlerische Akzente. Ihr Debüt in der Berliner Philharmonie mit dem von ihr gegründeten Ensemble Dimensions, ein eindrucksvolles Konzert mit der Hamburger Camerata in der Elbphilharmonie unter Vilmantas Kaliunas sowie eine gefeierte China-Tournee zählten zu den Höhepunkten der Saison. Sie war zu Gast bei renommierten Festivals wie dem Festival PAAX GNP in Mexiko, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern und dem Krzyzowa Music Festival und musizierte bei Solo- und Kammermusikprojekten mit Künstlerinnen und Künstlern wie Viviane Hagner, Daniel Müller-Schott, Karolina Errera, Alexey Stadler, Sasha Rattle und Sara Ferrández. Im Rahmen der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern leitete sie gemeinsam mit Pierre-Laurent Aimard einen Meisterkurs beim Internationalen Sommercampus Rostock und widmete sich intensiv der Arbeit mit jungen Musikerinnen und Musikern.
Als Solistin und Kammermusikerin ist sie weltweit gefragt. Ihre Auftritte führten sie in bedeutende Konzerthäuser wie die Berliner Philharmonie, Elbphilharmonie Hamburg, Philharmonie de Paris, Concertgebouw Amsterdam, BOZAR Brüssel, Palau de la Música Catalana, Auditorio Nacional de Música Madrid und die Halle aux Grains in Toulouse. Zudem war sie Gast bei namhaften Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, dem Festival d’Auvers-sur-Oise, Colmar und dem Verbier Festival. Auch im Bereich der Kammermusik genießt sie hohes Ansehen. Sie konzertiert mit Künstler*innen wie Maria João Pires, Viviane Hagner, Claudio Bohórquez, Valeriy Sokolov und Karolina Errera.
Neben ihrer Konzerttätigkeit hat Lilit Grigoryan mehrere hochgelobte Alben veröffentlicht. Ihr Debütalbum erschien 2012 bei DiscAuverS mit Werken von Scarlatti, Schumann, Bartók und Khachaturian. Es folgten Kammermusikaufnahmen mit Hiyoli Togawa, Sarah Christian und Karolina Errera (Naxos, 2018; Genuin 2017 und 2022) sowie das international gefeierte Album Variations sérieuses (Orchid Classics, 2018) mit Werken von Bach-Busoni, Beethoven, Mendelssohn, Bizet und Szymanowski. Ihre 2021 bei Orchid Classics erschienene Einspielung von Mompous Música callada wurde von Apple Music als eine der besten Einspielungen des Jahres ausgezeichnet.
1985 in Jerewan (Armenien) geboren, begann sie ihre musikalische Ausbildung bei Arkuhi Harutyunyan und studierte später bei Sergei Sarajyan und Matthias Kirschnereit. Von 2012 bis 2016 war sie Artist in Residence an der Chapelle Musicale Reine Elisabeth in Belgien, wo sie von Maria João Pires betreut wurde – eine künstlerische Verbindung, die sich bis heute fortsetzt. Die Pianistin wurde mit dem renommierten Kulturpreis des armenischen Präsidenten ausgezeichnet und ist seit April 2023 Yamaha Artist.
Parallel zu ihrem internationalen Wirken als Pianistin engagiert sich Lilit Grigoryan mit großem Engagement in der Ausbildung junger Musiker*innen. Sie war Dozentin und künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für Musik und Theater Rostock und ist darüber hinaus in der Young Academy Rostock tätig. Im Dezember 2025 wurde sie zur Professorin für Klavier an der hmt Rostock berufen.
