Bruckner 8 Gerd Schaller

Album Info

Album Veröffentlichung:
2025

HRA-Veröffentlichung:
04.04.2025

Label: Profil

Genre: Classical

Subgenre: Chamber Music

Interpret: Gerd Schaller

Komponist: Anton Bruckner (1824-1896)

Das Album enthält Albumcover

?

Formate & Preise

Format Preis Im Warenkorb Kaufen
FLAC 96 $ 14,90
  • Anton Bruckner (1824 - 1896): I. Allegro moderato:
  • 1 Bruckner: I. Allegro moderato 15:42
  • II. Scherzo. Allegro moderato - Trio. Langsam:
  • 2 Bruckner: II. Scherzo. Allegro moderato - Trio. Langsam 14:43
  • III. Adagio. Feierlich langsam; doch nicht schleppend:
  • 3 Bruckner: III. Adagio. Feierlich langsam; doch nicht schleppend 24:28
  • IV. Finale. Feierlich, nicht schnell:
  • 4 Bruckner: IV. Finale. Feierlich, nicht schnell 23:53
  • Total Runtime 01:18:46

Info zu Bruckner 8

"Wenn schon Bruckner von den Instrumenten des Hauses Cavaillé-Coll begeistert war, was lag näher, als dass ich mir für die Einspielung meiner Orgeltranskription von Bruckners Achter ein Instrument des französischen Starorgelbauers wählte. Gerade die Orgel von Saint-Ouen, die sich noch im Originalzustand von 1890 befindet – also aus demselben Jahr stammt, in welchem Bruckner seine achte Symphonie vollendete – schien mir hierfür hervorragend geeignet." (Gerhard Schaller)

Mit der monumentalen Achten Symphonie wollte Anton Bruckner die größte instrumentale Symphonie aller Zeiten schaffen, mit höchstem Anspruch an die Interpreten. Sie wurde nicht nur zum Vorbild für Mahlers Symphonien, sondern gehört auch zum festen Bestandteil des symphonischen Repertoires.

Auf die Entstehung von Anton Bruckners achter Symphonie dürfte der plötzlich erwachende Ruhm eingewirkt haben, der das stets labile Selbstbewusstsein des Komponisten stärkte: der berühmte Dirigent Hermann Levi hatte ihn nach der Aufführung seiner siebten Symphonie zum »größten Symphoniker nach Beethovens Tod« ausgerufen, in München wurde der in Wien oft belächelte Bruckner endlich ernst genommen, seine Bedeutung anerkannt, und der Kaiser von Österreich hatte ihn mit dem Franz-Joseph-Orden ausgezeichnet, was Bruckner mit besonderem Stolz erfüllte. Im Sommer 1884 machte er sich an die Arbeit. Mit c-Moll kehrte er zur Tonart seiner beiden ersten Symphonien zurück – einer Tonart, die durch Beethovens Fünfte besonders vorgeprägt war und ihn geradezu dazu herausforderte, »per aspera ad astra«, durch die Nacht zum Licht zu schreiten. Er wollte die größte instrumentale Symphonie aller Zeiten schaffen; ihre Ausdehnung wuchs ins Gigantische, der Anspruch an Interpreten und Hörer stieg gewaltig. Das unvergleichlich kühn entworfene Finale ist der längste und gewagteste Sonatensatz, der wohl je komponiert wurde: »der bedeutendste Satz meines Lebens«, meinte Bruckner. Wo gegen Ende die Hauptthemen aller vier Sätze gleichzeitig erklingen, schrieb er in seinen Entwurf ein euphorisches »Halleluja!«

Im August 1887 war die Symphonie nach dreijähriger Arbeit fertig, wegen energischer Einwände Levis kam es aber vorerst zu keiner Aufführung. Bruckner überarbeitete sein Werk zwischen Oktober 1887 und März 1890 gründlich; die Uraufführung der achten Symphonie in ihrer Neufassung fand schließlich am 18. Dezember 1892 durch die Wiener Philharmoniker unter Leitung von Hans Richter statt – sie wurde ein außerordentlicher Erfolg. Hugo Wolf berichtete: »Es war ein vollständiger Sieg des Lichtes über die Finsternis, und wie mit elementarer Gewalt brach der Sturm der Begeisterung aus. Kurz, es war ein Triumph, wie ihn sich ein römischer Imperator nicht schöner wünschen könnte.«

Gerd Schaller, Cavaille-Coll Orgel Saint Ouen, Rouen




Gerd Schaller
Er gilt als einer der bedeutendsten Bruckner-Interpreten der Gegenwart: Gerd Schaller ist — nach einem Dirigierstudium und Stationen an verschiedenen deutschen Theatern (Staatsoper Hannover, Erster Kapellmeister Staatstheater Braunschweig, Generalmusikdirektor Theater Magdeburg) — seit 2006 freischaffend tätig und wird immer wieder von zahlreichen bekannten Klangkörpern im In- und Ausland als Gastdirigent eingeladen.

Begleitend gründete er 2008 die Philharmonie Festiva, ein Symphonieorchester, bestehend aus ausgewählten Musikern deutscher Spitzenklangkörper, mit dem er seither eigene, anspruchsvolle Projekte verfolgt.

Im Zentrum von Gerd Schallers Schaffen steht seit Jahren insbesondere die Musik Anton Bruckners, von deren Kombination aus tiefster Emotionalität und höchster Komplexität der Dirigent bereits von frühester Jugend an fasziniert war. Aus dieser Faszination resultiert auch Schallers groß-angelegtes Projekt BRUCKNER2024, mit dem Ziel, bis zum 200. Geburtstag Bruckners 2024 dessen sämtliche Symphonien in allen Fassungen und mit einem Orchester, eben der Philharmonie Festiva, in Albumproduktionen aufzunehmen. Das Projekt startete mit den Symphonien, die Schaller — teils in bislang unbekannten Fassungen — mit der Philharmonie Festiva beim Label Profil Günter Hänssler inzwischen vollständig eingespielt hat; eine Reihe, die im In- und Ausland mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Ein Höhepunkt war dabei sicherlich auch seine nach den Skizzen des Komponisten erfolgte Vervollständigung des Finalsatzes der 9. Symphonie, die ebenfalls als Einspielung erschienen ist und 2018 auch als Partitur verlegt wurde.

Zu diesem symphonischen Bruckner-Zyklus traten inzwischen unter anderem die Aufnahme einiger geistlicher Werke Bruckners, wie der f-Moll-Messe oder des 146. Psalms hinzu, sowie sämtliche Orgelwerke, eingespielt von Schaller selbst auf einem rekonstruierten und erweiterten Instrument.

Neben den Werken Bruckners begeistert sich der Dirigent mit seiner ausgeprägten Entdeckerfreude für Neues und Unbekanntes sehr für die Rehabilitierung vergessener Werke und Raritäten des Repertoires, wie etwa Carl Goldmarks Oper "Merlin", deren moderne Erstaufführung er dirigierte und deren Partitur er für den Verlag Ries & Erler edierte. Darüber hinaus machte sich Gerd Schaller in der Oper vor allem mit den Werken von Richard Wagner, Richard Strauss und Giuseppe Verdi einen hervorragenden Namen. Zum breiten Spektrum seiner Arbeit zählen aber auch seltener aufgeführte Komponisten. Auch im Konzertbereich erarbeitete sich Schaller im Laufe seiner Karriere ein enormes Repertoire, das Musik vom Barock bis in die Gegenwart umfasst.

Außerdem ist der Dirigent künstlerischer Leiter des Ebracher Musiksommers, eines 1990 von ihm gegründeten Festivals, dem in den letzten Jahren vor allem dank Schallers fundierter Bruckner-Interpretationen in der dafür idealen Akustik der Ebracher Abteikirche auch international immer mehr Aufmerksamkeit zuteil wurde.



Dieses Album enthält kein Booklet

© 2010-2025 HIGHRESAUDIO