Album Info

Album Veröffentlichung:
2026

HRA-Veröffentlichung:
06.02.2026

Label: Fine Music

Genre: Jazz

Subgenre: Contemporary Jazz

Interpret: Isabelle Bodenseh

Das Album enthält Albumcover

Coming soon!

Danke, dass Sie sich für dieses Album interessieren. Sie können das Album noch nicht kaufen. Dafür schon mal reinhören!
Tipp: Nutzen Sie unsere Merkliste-Funktion.

  • 1 Part I - Prolog 02:36
  • 2 Part II - Sospeso 05:23
  • 3 Part III - Tempesta 04:02
  • 4 Part IV - Kantilene 07:41
  • 5 Part V - Verve 06:18
  • 6 Masha 03:00
  • 7 Fly High 04:44
  • 8 Juliette - Epilog 06:58
  • Total Runtime 40:42

Info zu Dignity

Mit einer Dignity Suite als Einladung öffnet die Komponistin und Jazzflötistin Isabelle Bodenseh gemeinsam mit ihrem Quartett dem Publikum das Jazz-Tor emotionaler Berührbarkeit. Im zehnten Jahr ihres Bandjubiläums hat Isabelle Bodenseh, die sich schon in Kinderjahren für die Flöte entschied und die schließlich der Improvisation verfallen, dann zur Jazzflötistin wurde, ein neues Kapitel aufgeschlagen. Authentisch, mittels eigener Erfahrungen als Mutter der schwerstbehinderten Juliette, hat Isabelle Bodenseh Phasen gelebter Menschenwürde in eine Suite übersetzt. Zwar hat die ursprünglich aus der Alten Musik stammende Abfolge an Suite-Sätzen in den Jahrhunderten verschiedene Modifikationen durchlaufen, doch findet sich die Komponistin mit der im Jazz seltener angewandten Form in guter Gesellschaft: von Duke Ellington in den vierziger Jahren, Oskar Peterson in den Sechzigern bis hin zu Keith Jarrett in den Siebzigern und im neuen Jahrtausend Charlie Watts.

Was es mit der Suite for Dignity auf sich hat, ist von besonderer Einzigartigkeit. Isabelle widmet die einzelnen Sätze den Interaktionen mit Menschen, Funktionen und Gesetzen rund um Juliette. Diese Dignity begegnet Momenten tiefster Verletzung, Verzweiflung und mutvoller Überwindung in den einzelnen Abfolgen der Suite. Was dabei herauskommt, ist alles andere als Tragik und Schwermütigkeit. Vielmehr zeigt die Humanistin Isabelle Bodenseh, was Menschenwürde ausmacht. Einen Vorgeschmack gibt bereits die Dramaturgie der zu Singles ausgewählten Stücke. Die im November erscheinende „Kantilene“ als Auftakt ist mit wechselnden Takten und der am Ende stehenden Dynamik eines Kinderkarussells eine Hommage an Liebe und Toleranz. Mit „Verve“, einem Stück, das zwischen Moll und Dur changiert, bewegt sich das Quartett von Jazzflötistin Isabelle Bodenseh – Thomas Bauser (Hammondorgel), Johannes Maikranz (Gitarre) und Lars Binder (Drums) – auf ein vielseitiges Wechselspiel zu, das wie auf einem Tanzball in verschiedenen Konstellationen seine Balance findet und ähnlich endet wie die aufgeregte Bescherung eines Weihnachtsabends. Mit der Collage „Juliette“ als dritter Single läutet die Halbfranzösin mit ihrem Quartett einen kompositorischen Paradigmenwechsel ein.

Auf dem im Februar 2026 erscheinenden Album „Dignity“ wird diese Collage als eine Art Epilog das Werk beschließen. Gleichzeitig steht es in jeder Hinsicht für einen Neuanfang. Arrangiert im Studio von Johannes Maikranz, fließen in die Komposition, der moderne Bassquerflöten- Improvisationen von Isabelle Bodenseh zu Grunde liegen, verbale Originaltonsequenzen dessen ein, was das Leben der schwerstbehinderten Juliette ausmacht, bis hin zu einer Sequenz ihres Lachens. Im Mittelpunkt steht das Eintreffen Juliettes in dieses Leben, von dem Mutter Isabelle weiß, dass es für sie und alle alles verändert.

Mit überbordender Dynamik, Lebenslust und tiefem Atem lässt „Fly High“ als vierte Single am Tag des Album-Releases alle sich dem würdevollen Leben entgegenstellenden Strukturen und Grenzen los. Es entsteht, ähnlich einer Geburt, ein Atem holen, eine Befreiung aus der Enge und Raum für Kreativität und Dignity, Menschenwürde.

Insgesamt hat Isabelle Bodenseh als „Humanist, Improvisor, Jazzflutist“ die Suite for Dignity im Rahmen verschiedener Kompositionstools so durchkomponiert, dass die Bandmitglieder Thomas Bauser, Johannes Maikranz und Lars Binder ausnahmslos diese Komposition als einzigartiges Werk gemeinsam erarbeiten und veröffentlichen wollten. Im Zentrum steht die Frage: Was entwürdigt – und wie gelingt es, die im Grundgesetz garantierte Menschenwürde zu wahren? Die Suite gibt Antworten. Denn sie zeigt, wie Berührbarkeit der Interaktion ungeachtet von Paragraphen nahbar macht, Augenhöhe und Empfindsamkeit ermöglicht und wie daraus ein Fest der Liebe, des Humanismus und der Menschenrechte wird.

In Kombination mit der Text-Klang-Collage „Juliette“, zu der Johannes Maikranz maßgeblich beiträgt, sowie der Komposition „Masha“ von Schlagzeuger Lars Binder und dem dynamischen Stück „Fly High“ von Isabelle entfaltet sich dieses Werk zu einem kraftvollen und zutiefst bewegenden künstlerischen Statement von außergewöhnlicher Bedeutung.

Isabelle Bodenseh, Flöten
Thomas Bauser, Hammond Orgel
Johannes Maikranz, Gitarre
Lars Binder, Schlagzeug




Isabelle Bodenseh
Die Flötistin bewegt sich grenzüberschreitend in den Sparten Jazz, Rock, Klassik und Weltmusik. Das neue Album ihrer Formation ISABELLE BODENSEH Quartet trägt den Namen „Flowing Mind“ (GLM) und dokumentiert ihre musikalische Bandbreite eindrucksvoll.

Schon früh war der Halbfranzösin klar, dass ihr das begonnene Klassikstudium mit dem Ziel Orchestermusikerin nicht ausreicht. Die Freiheit, die sie suchte, fand sie weder in der Klassik noch in der Rolle des Orchestermusikers. Im Jazz und in der improvisierten Musik wurde sie fündig – nach dem Beiseitelegen des Orchestermusikstudiums und einem Schulmusikstudium Anfang der 90er Jahre in Frankfurt ging Isabelle Bodenseh den Weg der freien Musik weiter und studierte bei dem Jazzflötisten und Komponisten James Newton in Los Angeles.

Nach einem halben Jahr Studien im Heimatland des Jazz zog die Flötistin weiter nach Kuba. In Havanna konnte sie mittels eines einjährigen Stipendiums des DAADs nicht nur Latinflute bei den renommiertesten kubanischen Musikern lernen, sondern auch Komposition bei Andrés Alén studieren und mit kubanischen Bands auf Konzerttournee gehen.

Ihre musikalische Expertise aus aller Welt bringt Isabelle Bodenseh seither in vielen unterschiedlichen Projekten unter. In Formationen wie Chantal, Verquer, Son Aché, La Serena oder bei den Sisters in Jazz International war sie ebenso zu erleben wie auch als Theater- und Studiomusikerin in über 30 CD-Produktionen, die auch Playalongs für den renommierten Schott-Notenverlag umfassen.

2016 gründete sie neben ihrer Tätigkeit als Dozentin für Improvisation an der Musikhochschule Frankfurt am Main seit dem Jahr 2000, die „JAZZ À LA FLUTE“-Plattform, um die Querflöte intensiver in das Rampenlicht des Jazz zu holen. Auf dieser Basis entstand nicht nur eine Academy für Improvisation, sondern vor allem ihr Herzensprojekt, ein Duo mit dem Gitarristen Lorenzo Petrocca. Sie erweiterte die Flötenfamilie über die „normale“ Querflöte noch mit Alt- und der besonders interessanten Bassquerflöte. Das 2018 entstandene ISABELLE BODENSEH Quartet mit Flöte, Gitarre, Hammondorgel und Schlagzeug erinnert an Aufnahmen der 60er Jahre mit Gitarrist George Benson und Flötist Joe Farrell.

Bodensehs Band mit Lorenzo Petrocca an der Gitarre, Thomas Bauser an der Hammond Orgel und Lars Binder am Schlagzeug bildet eine swingende Rhythmusgruppe, über die sich die Flöte perfekt entfalten und solistische Höhenflüge starten kann. Neben strahlenden Melodiepassagen kommt auch der funky und perkussive Aspekt hier auf keinen Fall zu kurz. Tourneen führten die quirlige Flötistin und ihre Band schon quer durch Europa. Auch das neue, mittlerweile vierte Album mit der lyrischen Flötenstimme wird live präsentiert werden.



Dieses Album enthält kein Booklet

© 2010-2026 HIGHRESAUDIO